Mitten im Hochsommer gibt auch im Weingarten die Hitze den Takt vor: Pflanzenschutz ist jetzt besonders wichtig und wird oft Nachts durchgeführt – untertags ist es schlicht zu heiß dafür. Unsere jungen, nachgepflanzten Reben haben wir zum zweiten Mal gegossen. In einem so trockenen Jahr brauchen sie das, um gut anwachsen zu können.

Jetzt beginnt die Arbeit, die über den heurigen Jahrgang mitentscheidet: die grüne Lese.

Dabei schneiden wir einen Teil der noch unreifen Trauben gezielt weg – je nach Anlage 20 bis 40 Prozent. In einem so trockenen Jahr fehlt das Wasser, damit alle Trauben am Stock sauber ausreifen können. Trägt der Stock zu viel, verteilt sich seine Kraft auf zu viele Früchte – und keine wird richtig gut. Nehmen wir gezielt weg, reifen die verbleibenden Trauben besser aus, und der Rebstock ist weniger gestresst.

Bei diesem Arbeitsschritt entfernen wir außerdem gezielt Blätter – meistens an der Ostseite, damit die Laubwand gut durchlüftet ist. Eine offene, luftige Traubenzone trocknet nach einem Regen schneller ab, und das hält die Trauben gesund.

Die Entscheidungen, die wir jetzt mit der Arbeit im Weingarten treffen, sind prägend für den heurigen Jahrgang und entscheiden darüber, was wir schon bald im Glas verkosten werden.

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